Offener Brief an die Junge Union Pfaffenhofen

Regionalpolitik

OB Christian Ude gratuliert BGM Herker und Wirtschaftsreferent Käser zum Beitritt im EMM e.V.

Am Samstag, den 25.09.2010 hat die Junge Union Pfaffenhofen in einer Presseerklärung "Pfaffenhofener-SPD entzieht sich ihrer Verantwortung"
die Ansiedelungspolitik der Stadt Pfaffenhofen und die Kreis-SPD kritisiert.
Anbei die Stellungnahme der Kreis-SPD:

Liebe JUler,

leider ist ein Antwort auf Eure Presseerklärung insofern schwierig,
da diese auf Basis einer Vermengung von Partei- und "Regierungsarbeit" argumentiert und somit keinen klaren Adressaten erkennen läßt.

Man könnte auch sagen: Ein Pauschal-Schuss in den Nebel!

Andererseits ist es hinsichtlich der althergebrachten Positionierung der CSU-Mutterpartei auch irgendwie nachvollziehbar, dass dem Sprecher der lokalen Nachwuchsorganisation das Auseinanderhalten von Partei und Amt etwas schwer fällt.

Aber Spaß beiseite, im Folgenden ein Versuch der Aufklärung:

Zur Rolle der Stadt:
Wirtschaftsförderung und Standortvermarktung ist Aufgabe der jeweiligen Stadtverwaltung und des politischen Gremiums. Strategie und Finanzmittel werden also vom gesamten Stadtrat demokratisch bestimmt.

Im Fall "Regionalmarke" war es sogar eine einstimmige Entscheidung des Pfaffenhofener Stadtrates gegen eine Dach-Marken-Botschaft mit Konzentration auf Ingolstadt ohne Nennung der Region. Inzwischen hat die Kritik ja gefruchtet und der Begriff Region soll nun besonders betont werden. (Konkrete Umsetzungen sollen die nächsten Wochen durch IRMA folgen.)

Im Sinne der eigenen Standortvermarktung ist die Stadt Pfaffenhofen aufgrund ihrer Lage und Schnittmenge zwischen München, Ingolstadt, Hallertau und Spargelland in der Verpflichtung, zunächst selbst ein klares Profil zu entwickeln und dann in ALLE Richtungen hinauszutragen. Denn, Region hin, Region her, alle Gemeinden stehen in irgendeiner Form zueinander im Wettbewerb um Gewerbeansiedelung und Entwicklungsmöglichkeiten. Und hier gilt die Regel Nr.1: "Von nix, kommt nix!" Wir müssen also selbst aktiv werden um unsere eigene Entwicklung nicht dem Zufall zu überlassen. (Was leider in Pfaffenhofen und auch im Kreis zu lange Zeit der Fall war!)

Dazu wurde in den letzten zwei Jahren nicht nur eine Wirtschafts- und Servicegesellschaft gegründet, sondern auch das Standortprofil weiterentwickelt, welches wir erstmals auf der international größten Messe für Immobilienmärkte, der Expo Real 2010 auf der Neuen Messe München, vorstellen.

Nach dem Motto „Bei uns starten - bei uns wachsen" präsentiert
sich die Stadt Pfaffenhofen gemeinsam mit Trend Immobilien und dem Ecoquartier Pfaffenhofen auf dem Gemeinschaftsstand der Europäischen Metropolregion München. Infos dazu gibts unter www.bei-uns-starten.de

Übrigens...
...die Stadt Ingolstadt ist am selben Stand sogar mit drei Terminals vertreten.
...auch IRMA ist Mitglied im Verein Metropolregion München e.V..

Und nun zur Rolle der Kreis-SPD:
Die Kreis-SPD hat mit ihrer Initiative "ingolstadtlandpLus - Schluss mit dem Stuss" nicht grundsätzlich gegen das Regionalmanagement argumentiert, sondern sich vor allem gegen das undemokratische Vorgehen und gegen die unausgewogene Botschaft der Dachmarke ausgesprochen. (Auch das Logo selbst stand insofern nie zur Debatte, sondern die Botschaft der Dachmarke!). Im Detail sind unsere Standpunkte nachzulesen unter www.spd-paf.de.

Die SPD Kreistagsfraktion hat in der Folge einen entsprechenden Antrag im Kreistag eingebracht. Diesen Antrag haben im Übrigen viele Gremien in der gesamten Region 10 aufgegriffen.

Das Regionalmanagement IRMA hat nun inzwischen im Rahmen eines Integrationsworkshops Versäumtes nachgeholt und im selben Zuge versichert, in Zukunft auch die Beteiligungsprozesse zu verbessern sowie auch die Gemeinden besser in die Arbeit miteinzubeziehen.

In einem Zeitungsbericht der letzten Tage heißt es nun: "Mehr Region - weniger Land" und "Mehr Beteiligung der Gemeinden".
Und für die SPD heißt es damit: "Ziel erreicht! Wo war die CSU?"

Alle Infos zum Thema gibts dazu unter www.spd-paf.de oder auf der Facebookseite "ingolstadtlandplus - schluss mit dem stuss".

Ich persönlich kann ja am allerwenigsten Verstehen, warum man gerade bei der eigenständigen Pfaffenhofener Kreis-CSU dem ganzen Vorgehen so unkritisch zugesehen hat. Ein Telefonanruf des CSU-Kreisvorsitzenden aus Wolnzach gleich nach Veröffentlichung der ersten SPD-Stellungnahme ließ jedenfalls eine gewisse "Unzufriedenheit mit der IRMA-Dachmarke" erkennen. Kann es sein, dass Landrat Westner in diesem Fall auch seine eigene Fraktion nicht ausreichend eingebunden und informiert hat?

Beste Grüße,

Markus Käser
Wirtschaftsreferent der Stadt Pfaffenhofen
und
Kreisvorsitzender der SPD Pfaffenhofen

Links zum Thema:

Bericht im Donaukurier.

Bericht auf der Webseite der Jungen Union.

Bericht auf Pafnet.

 

Homepage SPD Kreisverband Pfaffenhofen

 

Kommentare

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???

Dem Hans kann ich nur Recht geben, wenn er meint, dass Kommentare leider nicht auf allen Seiten zulässig sind. Was ich besonders bedenklich finde, ist, dass die Diskussionen so verbissen geführt werden. Sehr geehrter Herr Zartner, bitte erklren Sie sich doch einmal, sind sie mit ehemaligen Mitarbeiter der Stadt verwandt (,bei welchen der Bauhof zum privaten Rasenmähen anrücken konnte/bzw durfte,) oder sind sie lediglich ein halbweg gebildeter junger Mann, der objektiv seien Meinung bildet und diese anschließend äußert?

Autor: Bert A., Datum: 13.10.2010


Kommentarfunktion auf JU Seiten?

Hallo liebe JUler, ich hätte dazu auch einiges zu sagen. Nur leider kann ich auf Eurer Webseite keinen Kommentar dazu abgeben, da auf den ju/csu-seiten keine kommentarfunktion eingerichtet ist. MfG, Hans Bayern

Autor: Hans Bayern, Datum: 07.10.2010


Es fühlen sich die richtigen angesprochen…Teil 3

SPD und Herker sollten sich nun nicht länger der Realität verschließen, sondern auch tatkräftig an der Weiterentwicklung der Regionalmarke mitwirken, zumal sie die Zukunft einer Regionalmarke nicht der IRMA überlassen wollen. Pfaffenhofen wird es im nationalen und internationalen Wettbewerb trotz aller Vorzüge allein zu schwer haben. Es wäre zielführender, sich gemeinsam mit umliegenden Städten und Landkreisen ein gesundes Maß an Unabhängigkeit von München zu bewahren, anstatt sich auf billige Marketinggags und Etikettenschwindel zu versteifen und ideologische Kleinkriege zum Erstaunen der Nachbarn zu führen. Ein frischer Wind kommt so nicht auf – es bleibt Nebel… JU Ortsverband PAF

Autor: Zartner, Datum: 07.10.2010


Es fühlen sich die richtigen angesprochen…Teil 2

Die SPD betont unter anderem in ihrem offenen Brief an die JU bezüglich der Regionalmarke IngolStadtLandPlus, dass es ihr nicht um das Logo ginge, sondern sie Veränderungen an der Botschaft, ergo der Arbeit und Konzeption der Regionalmarke, fordern würde. Jedoch hat die IRMA Änderungen am Konzept längst wie hinlänglich bekannt pikanterweise ausgeschlossen. Das heißt, der Stadt Pfaffenhofen bleibt nichts anderes übrig, als wie alle anderen die Spielregeln zu akzeptieren. Die von der SPD als inhaltliche Änderungen gepriesenen kosmetischen Korrekturen an der Farbzusammensetzung des Logos, haben mit Inhalten nun einmal herzlich wenig zu tun und ändern nichts an den Inhalten und den Zielen der Regionalmarke. Eine politische Niederlage von Herker soll für die Öffentlichkeit als Erfolg umetikettiert werden. Der Dunstkreis hat sich dem Druck beugen und die Regionalmarke IngolStadtLandPlus akzeptieren müssen.

Autor: Zartner, Datum: 07.10.2010


Es fühlen sich die richtigen angesprochen…Teil 1

Dass sich der gesamte Dunstkreis, der sich um Bürgermeister Herker und die Stadtpolitik zieht, angesprochen fühlt und widersprüchliche Statements liefert, spricht dafür, dass die JU ins Mark getroffen hat. Wie die SPD eine Regionalmarke oder gar ein Mittelzentrum festlegen will, entzieht sich der Kenntnis der Bürger und ist für diese nicht greifbar, zumal die SPD Definitionsprobleme bei der Festlegung von Regierungs- und Parteiarbeit hat. Durch dieses Handicap fühlen sich Herker und sein Dunstkreis vor Kritik gefeit. Somit kritisiert die JU für die SPD, wie diese in ihrem offenen Brief vermerkt, Nebel, weil nichts Greifbares vorhanden ist. Genau das ist auch die Krux mit Herker. Nachhaltigkeit als nicht eingegrenzter Begriff, wie von Herker propagiert, lässt sich laut Marketingexperten wie jenen der IRMA gar nicht messen. Ziele werden nicht von vornherein vom Dunstkreis definiert, sie bleiben nebulös.

Autor: Zartner, Datum: 07.10.2010


 

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